Beschrijving
Original publisher’s sewn blue paperback, pictorial frontcover, 8vo: xvi, 428pp., graphs, footnotes, abbreviations, bibliography, indices. Very fine copy – as new. Volume 149: Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur. ” Dieses Buch bietet zum erstenmal eine zusammenhängende Darstellung der Etymologie von historischen und Gegenwartssprachlichen lexikalisierten Farbwortverbindungen. Untersuchungsgegenstand sind Phraseologismen wie blauer Montag freier Montag, Fastnachts-, Karmontag, Gründonnerstag Donnerstag der Karwoche, blau sein betrunken sein, rot sehen wütend werden, satzförmige Phraseologismen wie Grün ist die Hoffnung, Phraseologismen anderer Sprachen wie ndl. Iem. eene blauwe huik omhangen jmd. betrügen, ndl. Blauwboekjes Schmähschriften, frz. conte bleu Lüge, Lehnübersetzungen wie blaues Blut aus span. sangre azul Adel oder Blaustrumpf aus engl. blue stocking intellektuelle Frau und ausgestorbene Phraseologismen wie blaue Ente Lüge. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, wie das Farbadjektiv, ausgehend von der Gesamtbedeutung der Farbwortverbindung, zu seiner Bedeutung gekommen ist. Weshalb bedeutet blau in blauer Montag arbeitsfrei und blau in blaues Blut adelig? Um die Motivation von Benennungen zu erschließen, wird zunächst ermittelt, wann und in welcher Quelle sich die Bezeichnung zum erstenmal nachweisen läßt und welche Bedeutung sich aus dem Belegkontext ergibt. Anhand kulturgeschichtlicher und sprachlicher Angaben ist schließlich die Klärung der Herkunft undurchsichtig gewordener Benennungen möglich. Durch ein Wortregister kann die Arbeit als Nachschlagewerk für Farbwortverbindungen dienen. Da neben der linguistischen Analyse kulturgeschichtliche Zusammenhänge miteinbezogen werden, ist dieses Buch nicht nur für die Sprachwissenschaft, sondern auch für die Literaturwissenschaft, Volkskunde, Kunst- und Rechtsgeschichte interessant “.
